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Hilft Berberin bei Depressionen?

Berberin bei Depressionen

Wer von uns kennt das Gefühl der Traurigkeit oder Depression nicht? Traurigkeit hat in der Regel eine echte Ursache und ist in der Regel meistens ein kurzlebiges Gefühl.  Oft verfliegt es nach ein paar Stunden manchmal auch erst nach einigen Tagen. Wenn dieses Gefühl jedoch Wochen oder sogar Monate dauert, sprechen wir bereits über einen Zustand der Depression oder depressiven Störung.

Der Ursprung einer Depression

Eine Person, die an einer Depression leidet, kann die Ursache ihrer Traurigkeit und Depression nicht rational erklären. Depressiven Störungen treten in der Regel zusammen mit anderen Symptomen auf, wie z.B. Schlafstörungen, übermäßiger Müdigkeit, Antriebs- und Appetitlosigkeit. Weniger wahrscheinlich mit Schuldgefühlen, Minderwertigkeitskomplexen und Angstzuständen.

Depressionen sind eine äußerst schwierige Situation, in der der Umgang mit alltäglichen Problemen, einschließlich beruflicher oder elterlicher Verantwortung, sehr schwierig oder sogar unmöglich sein kann.

Unser Gehirn und gute Laune

Neuronen unseres Gehirns kommunizieren miteinander über Neurotransmitter. Die wichtigsten davon sind Acetylcholin, Noradrenalin, Serotonin, Dopamin, Histamin, Glycin und GABA (Gamma-Aminobuttersäure). Wir fühlen uns gut, wenn die richtigen Hirnareale die richtige Menge an Neurotransmittern produzieren. Wenn die Produktion nachlässt, gibt es auch ein Problem mit unserer Stimmung.

Die moderne Medizin sieht heute einen Bezug zwischen Depression und einem Mangel an Serotonin, Noradrenalin, Dopamin und GABA. Serotoninmangel verursacht Gleichgültigkeit, Konzentrationsstörungen, eine verringerte Herzfrequenz und Körpertemperatur, schwere Schlafstörungen, und Depression.

GABA wirkt entspannend und fördert gesunden, tiefen Schlaf, damit wir morgens ausgeruht aufwachen. Ein Dopaminmangel wird auch in Zusammenhang gebracht mit Schizophrenie und der Parkinson. Dopamin und Serotonin, als sogenannte “Glückshormone” versetzen und in gute Laune und Euphorie und sind wichtig für den Erhalt und die Pflege von sozialen Beziehungen.

Berberin und Neurotransmitter

Eine wichtige Gruppe von Antidepressiva bilden die so genannten Monoaminoxidase-Inhibitoren. Monoaminoxidase (MAO) ist ein Enzym, das Serotonin, Noradrenalin und Dopamin im Nervengewebe zersetzt. Ein Mangel an Neurotransmittern führt zu Depressionen. Die Hemmung von MAO erhöht die Konzentration der wichtigsten Neurotransmitter im Gehirn, was zu einer deutlichen Verbesserung der medizinischen Behandlung von Depression führt.

Konkrete Hinweise aus vergangenen Experimenten, dass Berberin die MAO-Aktivitäten erfolgreich hemmt, haben Indische Forscher an der Panjab Universität, veranlasst, eine Studie ins Leben zu rufen, um die antidepressive Wirkung dieses natürlichen pflanzlichen Extrakts zu bestätigen. (Kulkarni, 2008).

Die Versorgung der Probanten mit einer Einzeldosis Berberin führte zu einem Anstieg von Noradrenalin (um 31%), Serotonin (um 47%) und Dopamin (um 31%) im gesamten Gehirn. Bei Gabe von Berberin über einen Zeitraum von 15 Tagen stiegen die Spiegel bei Noradrenalin um 29%, Serotonin um 19% und Dopamin um  52%. Die Erhöhung der Dosen erzielte hierbei keine besseren Ergebnisse.

Fazit – Berberin bei Depressionen

Zusammenfassend kommen die Autoren zu dem Schluss, dass sich Berberin positiv auf unser Nervensystem auswirkt und eine hohe antidepressive Wirkung hat, welche möglicherweise auf seine Fähigkeit zurückzuführen ist, den Abbau von Noradrenalin, Serotonin und Dopamin zu hemmen.

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